Führung

Das Überbringen schlechter Nachrichten

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Waren Sie vielleicht schon mal in der Position, jemandem eine schlechte Nachricht überbringen zu müssen? Sie mussten eine Mitarbeiterin entlassen? Sie mussten einem Kunden absagen? Sie mussten einer Kollegin rückmelden, dass Sie sich eine Zusammenarbeit nicht mehr vorstellen können?

Das Überbringen schlechter Nachrichten löst bei den EmpfängerInnen auf jeden Fall Emotionen aus, auf die Sie vorbereitet sein sollten. Die Organisationsberaterin Roswita Königswieser (geb. 1943 in Wien) hat sich mit diesen Emotionen beschäftigt und sie in ein 5-Phasen-Modell eingeteilt:

  • Schock: Lähmung als erste Entlastungsreaktion
  • Hoffnung auf Rückgängigmachen: nicht wahrhaben wollen, was passiert ist; die Suche nach Gründen;
  • Aggression: Abwertung, Schimpfen und Abladen von Energie
  • Depression: Hilflosigkeit und Ohnmacht; Aggression gegen die eigene Person
  • Trauerarbeit: Abschied von den liebgewonnen Vorstellungen; Versöhnung mit der Realität

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Was müssen Sie als ÜberbringerIn schlechter Nachrichten noch beachten?

Die Information sollte direkt und rasch übermittelt werden. Reden Sie nicht lange darum herum. Manchmal ist es notwendig, das Gesagte zu wiederholen. Lassen Sie der Person Zeit, den ersten Schock zu überwinden. Seien Sie aber auch bereit, die Gefühle, die dann kommen, auszuhalten und standhaft zu bleiben. Rechnen Sie ebenfalls mit einer emotionalen Belastung auf Ihrer Seite, je nachdem wie schwerwiegend die schlechte Nachricht ist und wie nahe Ihnen die betreffende Person steht. Vermitteln Sie Verständnis und Empathie, nähren Sie jedoch nicht die Hoffnungen des anderen. Vermeiden Sie plumpe Aufmunterungsversuche und machen Sie keinen Rückzieher.

Lesen Sie mehr zum Überbringen schlechter Nachrichten:

Burmeister, Lars & Steinhilper, Leila (2011). Gescheiter scheitern. Eine Anleitung für Führungskräfte und Berater. Carl Auer Verlag. ab S. 112.

Internet: http://www.beratungkirsch.de/downloads/Das_Ueberbringen_schlechter_Nachrichten.pdf